Lieber Manni,
ich bin wieder hier für einige Zeit. Gestern Nacht lag ich im Bett und im Nacken spürte ich das leere Haus auf der anderen Straßenseite. Dein Gesicht taucht ständig auf und ich weiß nicht, wie ich mich fühlen soll. Mein Kopf akzeptiert den Gedanken nicht, dass du fort ist, sondern malt sich aus, welche Schmerzen du wohl erdulden musstest. Als ich heute an deinem Grab stand, konnte ich nichts denken. Hilflos stand ich dort und sah auf die frisch aufgeschüttete Erde. Ein Grabstein wurde noch nicht aufgestellt. Ich kann deine kratzige Stimme immer noch hören. Dein verschmitztes Lachen, nachdem du sagtest: "Du weißt, ich erwarte große Dinge von dir."
Ich hoffe, du bist stolz auf mich, Manni.